Anleitung

Arbeitszeit außerhalb der Firma

Für Büromitarbeiter ist der Arbeitsplatz üblicherweise die Firma selbst. In einzelnen Fällen entstehen jedoch Arbeitszeiten an anderen Orten, zum Beispiel bei einem Termin vor Ort oder im Homeoffice.

Diese Ausnahmen lassen sich gezielt abbilden. LogMyTime bietet verschiedene Möglichkeiten, diese auswärtigen Arbeitszeiten korrekt zu erfassen und von regulären Arbeitszeiten in der Firma zu unterscheiden.

Hinweis vorab

In LogMyTime gibt es eine Fehlzeitenfunktion, in der Fehlzeitengründe eingetragen werden können. Wir empfehlen, die Fehlzeiten zur Erfassung privater Fehlzeiten zu nutzen.

Damit es in LogMyTime nicht zu Verwechslungen kommt, benutzt LogMyTime zwei Wörter.

  • Das Wort Fehlzeit steht für private Nichtanwesenheiten (Urlaub, Krankheit)
  • Das Wort Abwesenheiten für alle betrieblich Nichtanwesenheiten (Fortbildung, Messebesuch, Kundentermin).

Diese beruflich bedingten Abwesenheiten, also die Arbeitszeiten außerhalb des Firmensitzes, können falls gewünscht von Arbeitszeiten im Büro abgegrenzt werden. Dafür gibt es mehrere Optionen.

Projektbasierte Erfassung

Erstellen Sie ein Projekt, dass die Arbeit außerhalb der Firma beschreibt. Dieses Projekt kann wie gewohnt mit verschiedenen Tätigkeiten verknüpft werden. Die Zeiten können dann ausgewertet werden, indem man nach dem Projekt in der Zeiteintragsverwaltung filtert oder eine Projektauswertung erstellt.

Diese Methode ist ideal

  • für Arbeit außerhalb des Firmengeländes, das keinem normalen Projekt zugeordnet werden kann
  • für regelmäßige externe Termine

Typische Beispiele

  • Berufsschule
  • externer Studientag
  • Lieferantentermin
  • Besuch beim Steuerberater, Anwaltstermin, Behördengang
  • Messebesuch
  • Konferenz, Tagung, Seminar, Fortbildung
  • externe Teambesprechung
  • Betriebsratsarbeit
  • IHK-Termin
  • Netzwerkveranstaltung
  • Teilnahme an Jobmesse, Recruiting

Falls Sie mehrere Projekte haben, die außerhalb der Firma stattfinden, können Sie die Projekte mit einem gemeinsamen Projekt-Zusatzfeld versehen, z.B. ein Zusatzfeld namens "außer Haus".

Auswertung

Sie können die Projekte einzeln auswerten, z.B. alle Zeiteinträge für "Messebesuch". Alternativ können Sie in der Zeiteintragsverwaltung nach allen Projekten mit dem Zusatzfeld "außer Haus" filtern.

Tätigkeitsbasierte Erfassung

Es werden Tätigkeiten erstellt. Diese können klar ersichtlich als Tätigkeiten außer Haus gekennzeichnet sein, etwa durch den Namen. Diese Tätigkeiten können dann mehreren Projekten zugeordnet werden und fließen in die Projektzeiten mit ein. Gleichzeitig kann aber auch in der Zeiteintragsverwaltung danach gefiltert werden. Es kann also auch eine Liste mit Zeiteinträgen einer Tätigkeit über verschiedene Projekte hinweg erstellt werden.

Diese Methode ist ideal

  • für Tätigkeiten außerhalb der Firma, die bei verschiedenen Projekten anfallen
  • wenn die Tätigkeit an sich ausgewertet werden soll

Typische Beispiele

  • Projektarbeit beim Kunden
  • Projektbesprechung beim Kunden
  • Baustellenbesuch
  • Vor-Ort-Kundensupport
  • Montageeinsatz
  • Standortbesichtigung
  • Projektübergabe
  • Vor-Ort-Kontrolle / Qualitätssicherung
  • Schulung beim Kunden
  • Präsentation vor Ort

Falls Sie mehrere Tätigkeiten haben, die außerhalb der Firma stattfinden, können Sie die Tätigkeiten mit einem gemeinsamen Tätigkeits-Zusatzfeld versehen, z.B. ein Zusatzfeld namens "außer Haus".

Auswertung

Sie können die Tätigkeiten einzeln auswerten, z.B. alle Zeiteinträge für "Baustellenbesuch". Alternativ können Sie in der Zeiteintragsverwaltung nach allen Tätigkeiten mit dem Zusatzfeld "außer Haus" filtern.

Zusatzfeldbasierte Erfassung

Sie können Zusatzfelder einrichten, die anzeigen, dass die Arbeit außerhalb des Büros stattfindet. Dabei wird aber nicht ein Projekt oder eine Tätigkeit markiert, sondern der einzelne Zeiteintrag an sich. Der Mitarbeiter kann dann bei der Zeiterfassung ein beliebiges Projekt oder eine beliebige Tätigkeit auswählen und zusätzlich das entsprechende Zusatzfeld markieren. Der Vorteil hierbei ist, dass eine große Flexibilität herrscht und jede Art von Arbeit als "außer Haus" markiert werden kann.

Weitere Informationen zur Einrichtung der Kennzeichnung von Homeoffice finden Sie hier.

Diese Methode ist ideal

  • wenn Sie die Abwesenheit nur als zusätzliche Information zu normalen Arbeitszeiten erfassen möchten
  • Sie maximal flexibel sein möchten und jede Art von Arbeit als "außer Haus" markieren möchten

Typische Beispiele

  • Homeoffice
  • Fahrzeit
  • Außendienst

Auswertung

Sie können die Zusatzfelder einzeln auswerten, z.B. alle Zeiteinträge mit dem Zusatzfeld "Homeoffice" in der passenden Zusatzfeld-PDF-Auswertung. Alternativ können Sie in der Zeiteintragsverwaltung nach allen Zeiteinträgen mit dem Zusatzfeld "Homeoffice" (oder ihrem eingenen Zusatzfeld) filtern.

Alternative zur Erfassung als Fehlzeit oder Zeiteintrag

Es kann Fälle geben, in denen eine Abwesenheit nicht privat verursacht ist und dennoch nicht als normale Arbeitszeit mitgezählt werden soll. Trotzdem wünscht man ein Festhalten der Abwesenheit in der Zeiterfassung z.B. Berufsschule oder Termine, die beruflich verursacht sind und trotzdem nicht als Arbeitszeit zählen.

Daher hier noch einige zusätzliche Möglichkeiten:

  • Erfassen Sie die Abwesenheit mit einem Dauerzeiteintrag mit der Dauer von 0. Geben Sie im Kommentarfeld den Zeitraum der Abwesenheit ein. Die Abwesenheit erscheint dann als Zeiteintrag in den Auswertungen und die Abwesenheit kann nachvollzogen werden, gleichzeitig wird die Zeit aber mit 0 in die Arbeitzeit eingerechnet.
  • Sie können auch eine Überstunden-Ausgleichsbuchung eintragen. Diese erscheint dann in der Überstundenauswertung, wird aber nicht als normale Arbeitszeit gezählt. Dies kann sinnvoll sein, wenn der Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl an Stunden gutgeschrieben bekommt, unabhängig davon, wie lange der Termin außerhalb dauert. Als Termin für die Ausgleichsbuchung wählen Sie den Termin der auswärtigen Arbeit.
  • Falls der Mitarbeiter für die Arbeit außerhalb z.B. am Wochenende als Ausgleich genau einen Urlaubstag erhält, können Sie ihm eine Urlaubstags-Ausgleichsbuchung gutschreiben. Als Termin für die Ausgleichsbuchung wählen Sie den Termin der auswärtigen Arbeit.

Hinweis: Spezielle Abläufe in einer Firma könnten diese Varianten notwendig machen. Für fast alle firmenbedingten Abwesenheiten eignet sich die Buchung als normale Arbeitszeit aber besser. Sie ist übersichtlicher, da dann sowohl Administrator wie auch Mitarbeiter in den Zeiteinträgen sehen können, was gebucht wurde und alle Auswertungen stimmen.

Hat Ihnen diese Anleitung alle Fragen beantwortet?